Das Monster Mash Deck – Teil 2

Im ersten Teil unserer Deckvorstellung des Monster Mash Decks haben wir euch bereits eine erfolgreiche Deckliste sowie eine kleine Erklärung der Absicherungen des Decks präsentiert. Heute bauen wir darauf auf und sehen uns an, wie das Deck eigentlich gewinnt.

Feldpräsenz wahren

Obwohl ihr keine Absicherung in Schnellzauber- oder Fallenform spielt, fällt es dem Deck nicht schwer, die Feldpräsenz zu wahren. Neben den Absicherungen, die wir euch bereits am Mittwoch erklärt haben, helfen noch weitere Karten, immer ein Monster auf dem Spielfeld zu behalten. An erster Stelle muss hier selbstverständlich Wiedergeborener Tengu genannt werden, den euer Gegner in den wenigsten Fällen vorteilhaft loswerden kann. Dazu gesellt sich die günstige Alternative zu Tengu: Grabwächters Spion, der ebenfalls in zweifacher Ausführung zum Einsatz kommt.

Combo-Potenzial

Eine Karte, die in anderen Decks nur selten zum Einsatz kommt, ist Gallis das Sternenungeheuer. Da ihr unmöglich für den Effekt von Gallis verfehlen könnt, kriegt ihr in diesem Deck immer sehr einfach ein Monster per Spezialbeschwörung aufs Spielfeld (und fügt eurem Gegner noch etwas Direktschaden zu).

Dies wiederum erhöht die Spielbarkeit von Caius der Schattenmonarch erheblich, da er sehr viel seltener als tote Karte auf eurer Hand liegen wird. Vielmehr könnt ihr ihn nach Spezialbeschwörung von Gallis immer zuverlässig aufs Spielfeld beordern, wo er eurem Gegner jede Menge Kopfzerbrechen bereiten kann!

Garantierter Kartenausgleich

Weitere beachtenswerte Karten sind Dimensionsalchemist und Kartenkavallerist – beide lassen euch eine Karte aufziehen bzw. eurer Hand hinzufügen, nachdem sie das Zeitliche segneten. So ist es eurem Gegner fast unmöglich, sich ihrer zu entledigen und dabei Kartenvorteil zu erwirtschaften, was euch im Umkehrschluss natürlich entgegen kommt. Ihr zieht so beispielsweise in den nächsten Cyber Drache, der Druck auf euren Gegner ausüben kann.

Chaos-Anteil

Dank der vielen Effekte, die Karten direkt von eurem Deck in den Friedhof befördern, habt ihr nur selten größere Mühen, Schwarz glänzender Soldat – Gesandter des Anfangs, Chaos Hexer oder Finsterer Bewaffneter Drache als Spezialbeschwörung zu beschwören. Anschließend machen sie mit zumindest einem gegnerischen Monster nicht selten kurzen Prozess, so dass es euch recht einfach fallen sollte, die gegnerischen Life Points kurz daraufhin zu dezimieren.

Heimliche Stars

Den Hauptgrund, warum das Deck allerdings erst jetzt funktioniert, stellen die Synchro- und natürlich die Xyz-Monster dar. Zwar kommt ihr mit Hilfe von Fremdenführerin aus der Unterwelt am schnellsten an ein Rang 3 Xyz-Monster, wie Nummer 17: Leviathan-Drache, doch auch ohne den Unterweltler wird es nicht selten vorkommen, dass ihr 2 Monster mit identischem Level habt, um ein Xyz-Monster aufzurufen.

Eine weitere wichtige Combo ist der Abwurf eines Monsters für den Effekt von Tragoedia, um 1 gegnerisches Monster zu übernehmen. Da ihr zusätzlich noch die Stufe von Tragoedia in die des abgeworfenen Monsters ändern könnt (das wiederum dieselbe Stufe besitzt wie das übernommene Monster) könnt ihr nahezu jedes gegnerische Monster gewinnbringend für eine eigene Synchrobeschwörung nutzen!

Soll es mal keine Xyz-Beschwörung sein, so schaffen die Synchros Abhilfe und können selbstverständlich ebenfalls viel Druck ausüben. Dies ist die zweite sinnvolle Verwendungsmöglichkeit von Effektverschleierin, dazu ermöglicht euch auch Genex-Verbündeter Vogelmensch die Synchrobeschwörung eines Gamebreakers, der euch auch dann ins Spiel zurückbringen kann, wenn ihr in puncto Feldvorteil ein wenig das Nachsehen habt.

Unter dem Strich spielt sich das Deck erfrischend anders und kann nicht wenige Gegner kalt erwischen. Zwar ist es einerseits verlockend, alle gegnerischen Zauber- und Fallenkarten-Zerstörer in tote Karten zu verwandeln, andererseits müsst ihr manchmal aber auch schlichtweg mitansehen, wie ihr gerade von einer Monsterarmee überrannt werdet und euch nichts mehr als ein Schwarzes Loch herbei sehnt.

Wie denkt ihr über das Monster Mash Deck? Ist es eine Alternative zu den aktuell häufig gespielten Decks und wollt ihr es ebenfalls mal auf einem Turnier zum Einsatz bringen?

Das Monster Mash Deck – Teil 1

Ihr kennt diese Situation möglicherweise – euer Gegner hat nur noch wenige Life Points übrig, doch ihr habt beide keinerlei Karten mehr auf dem Feld und auch eure eigenen Life Points befinden sich unterhalb der 2000 Punkte Grenze. Alles, was ihr braucht, um das Spiel zu gewinnen, ist ein weiteres Monster. Ihr zieht… und verzieht das Gesicht. Ihr setzt den Mystischer Raum-Taifun, in den ihr gezogen habt und passt. Euer Gegner zieht in Donnerkönig Rai-Oh, erklärt einen Angriff und gewinnt so das Spiel.

Tja, das wäre euch nicht passiert, wenn ihr ein Monster Mash Deck gespielt hättet!

Monster überall!

Die Idee des Decks ist grundsätzlich recht schnell erklärt: Wir verzichten auf sämtliche Zauber- und Fallenkarten, um uns nie in der oben genannten Position wiederzufinden. Indem wir die besten Monster in ein Deck packen, hat unser Gegner ständig so viel mit unseren Bedrohungen zu tun, dass es ihm äußerst schwer fallen wird, seine eigene Strategie durchzusetzen.

Was im ersten Moment wie die Strategie eines Fun Decks klingt, ist mittlerweile unfassbar turniertauglich geworden. Erst vergangenes Wochenende auf einem größeren Turnier in Dreieich konnte sich Fabian Jäger mit seinem Monster Mash Deck bis ins Finale vorspielen! Seine

Deckliste:

1 Finsterer Bewaffneter Drache
1 Schwarz glänzender Soldat – Gesandter des Anfangs
1 Gorz Gesandter der Unterwelt
2 Tragoedia
2 Cyber Drache
3 Caius der Schattenmonarch
3 Chaos Hexer
1 Aufblühende Blumenzwiebel
1 Maxx “C”
1 Sangan
2 Kartenkavallerist
2 Dimensionsalchemist
2 Grabwächters Spion
3 Ryko, Lichtverpflichteter Jäger
3 Genex-Verbündeter Vogelmensch
3 Gallis das Sternenungeheuer
3 Fremdenführerin aus der Unterwelt
3 Wiedergeborener Tengu
3 Effektverschleierin

Side Deck:

2 Möbius der Frostmonarch
2 D.D. Krähe
2 Kampfausblender
2 Maxx “C”
3 Puppenpflanze
1 Schwerer Sturm
3 Mystischer Raum-Taifun

Extra Deck:

1 Trishula, Drache der Eisbarriere
1 Raketenläufer R-Genex
1 Schrottdrache
1 Sternenstaubdrache
1 Antiker Feendrache
1 Schwarzer Rosendrache
1 Arkanitmagier
1 Orient-Drache
1 Brionac, Drache der Eisbarriere
1 Verbündeter der Gerechtigkeit Catastor
1 T.G. Hyper Librarian
1 Leviair, der Meeresdrache
1 Nummer 17: Leviathan-Drache
1 Nummer 39: Utopia
1 Chimeratech – Festungsdrache

Absicherung

Direkt beim ersten Blick auf die Deckliste stechen mir einige Karten besonders ins Auge. Diese sind Tragoedia, Gorz Gesandter der Unterwelt, Ryko, Lichtverpflichteter Jäger und Effektverschleierin. All diese Monster dienen der Aufgabe, euch etwas mehr Luft zu verschaffen und die gegnerischen Angriffsbemühungen auszubremsen.

Insbesondere Tragoedia kann in einem solchen Deck Überstunden abarbeiten. Da ihr in vielen eurer Spielzügen nicht mehr als eine Karte ausspielt, können sich die Werte des Unterweltlers in den meisten Fällen durchaus sehen lassen und entsprechend macht er selbst mit angriffsstarken Monstern eures Gegners kurzen Prozess. Doch auch Effektverschleierin sollte man nicht unterschätzen – habt ihr die kleine Hexe genutzt, um beispielsweise den Effekt eines gegnerischen Schwarz glänzender Soldat – Gesandter des Anfangs zu annullieren, könnt ihr euch oft noch einen Extrazug erkaufen, in dem ihr dann das Spiel umdrehen könnt!

Warum das Deck genau spielbar ist und welche Karten ebenfalls eine tragende Rolle spielen, erklären wir euch im zweiten Teil unserer Deckvorstellung!